Die angekündigten Überflieger – Wem sie nützen

Ein soziopsychologischer Gedanke zum Menschen als Herdentier, der selber seine Leader bestimmt.

Klirrende Kälte erfordert von den Königspinguinen eine Strategie zum Überleben. Neben kleinster Zitterbewegungen jedes Einzelnen gibt es im Rudel eine Gesamtrotation von Innen nach Aussen. Eng Beieinanderstehen und Abwechseln ist die Devise. Dies wenn in den europäischen Breitengraden im selben Moment die Ernte für den anstehenden Winter gedeiht. Auch hier erfolgt die Arbeit durch jeden einzelnen.

Wenn dann mitten im Winter die Tage schon wieder länger werden, blicken die Finanzportale in die Zukunft und geben ihre Prognosen für die nächsten aufsteigenden Aktientitel. Im Fokus steht dabei gerne Erfolgsriecher Warren Buffett. Institutionelle Anleger mit einem Volumen über 100 Mio. US Dollar sind alle drei Monate verpflichtet im 13-F-Report ihre Transaktionen darzulegen. Diese werden sodann von den Analystenportalen veröffentlicht. Scheinbar selbstlos stehen die Empfehlungen nun allen zur Verfügung.

Im Jahr 2020 empfohlen die Analysten die Technologie der Energiegewinnung aus Wasserstoff. Die Kurse der genannten Unternehmen stiegen anhaltend exponentiell an. Ebenso die der Kryptowährung Bitcoin.

Im jahr 2017 wurde ein Boom von Cannabisaktien, aufgrund fortschreitender Legalisierung von Cannabis auf dem medizinischen Markt vorausgesagt. Zusätzlich gibt es eine verbreitetere Legalisierung der Konsumation. Der Boom kam tatsächlich. Doch nun sind die Aktienkurse zurück auf dem Niveau vor dem Boom, obwohl die Aussichten zur vermehrten Anwendung erhalten bleibt und politisch fortschreitet.

Was geschieht hier jeweils?

Wenn ein Warren Buffett seinen engsten sieben Vertrauten einen Geheimtipp weitergibt, werden diese den Tipp ihren sieben Vertrauten weitergeben – mit dem Vermerk ‘von Buffett’. Diese Reihe wird dankbar für den Tipp sein und ihn ebenso ihrem Vertrautenkreis weiterreichen – mit dem Vermerk ‘Buffetts Freund’. Jeder hat eine hierarchische Position inne, welcher auf sein Rudel ‘schaut’. Die Anleger platzieren demnach ihre Wetten.

Auf was gesetzt wird kommt nicht von ungefähr. Sie stehen im Kontext von sozialen Bedürfnissen und politischen Perspektiven. Was jedoch einsetzt ist eine exponentielle Steigerung an Wetteinsätzen. Der grösste Wetteinsatz wird am Schluss mit der grossen Masse gesetzt, nämlich dann, wenn die Analystenportale ihre Tipps herausgeben. Die Wette wird dann von Menschen gesetzt, die in einer anderen Branche arbeiten. Der ist vom Alltag absorbiert, liest jedoch ständig von erfolgreichen Aktienkursen.

Warren Buffett hat ein positives Image. Jeder weitere Mensch pflegt sein positives Image und alle werden sie recht behalten. Denn der Kurs steigt durch den vervielfachten Wetteinsatz exponentiell. Unumgänglich wird der Kurs fallen – den ein positives Image ist ein Vertrauen, eine Erwartung – eine Illusion.

Desillusionen brachten die Fälle um Bernie Madoff und Dieter Behring hervor. Die Anschuldigung besteht nicht darin, dass Warren Buffett auf die selbe kriminelle Art wirtschaftet. Gemeinsam ist allen dreien die Tatsache, dass sie mit einem positiven Image eine Illusion kultivieren.

Begeben wir uns nun in die Savannen von Afrika, wo es Tierverbände mit unterschiedlichen Familienordnungen gibt: Rudel, Herden, Kolonien und Harems, wessen Führung nicht nur Freude bereitet. Denn alleinige Führer halten eine Position mit Stress und Leistungsdruck inne. Ein Kampf des Statuserhalts. Der Kuchen der Natur ist die Fortpflanzung.

Nun bewegen sich unsere Breitengrade zwischen den beiden klimatischen Extremen. Womit wir also naturgegeben im Dilemma stehen: Die Frage nach unserer gewünschten Familien- und Gesellschaftsordnung.

  • Wollen wir unseren knapp erwirtschafteten Wintervorrat an die abgeben, die ihn schon früher geplant haben?
  • Wollen wir unsere Wärme nur nach Innen geben, oder wollen wir, dass die drinnen auch mal draussen sind?
  • Wollen wir den Winter direkt abschaffen, um uns viel Arbeit zu ersparen?
  • Gibt es auch Pinguine, die einfach im Zentrum stehen bleiben?

Referenzen

Die CIG und Freunde in der Schaukäserei in Affoltern im Emmental

An Weihnachten sind die ausgeflogenen Berner oft wieder in zuhause Bern. Die CIG nutzt das aus umeinen weiteren erfolgreichen Event abzuhalten, sich wieder zu sehen, auszutauschen und wieder einmal Käse zu machen. Heute steht für einmal Emmentaler an. Mit zahlreichen teilnehmenden Freunden fahren die Mitglieder per Zug und Postauto nach Affoltern im Emmental. Der Anlass ist sehr gesellig und wird mit einem reichlichen Apéro umrahmt.

Wie entsteht Käse abseits vom politischen Bern?

  • Der Emmentaler nimmt dazu ganz schön viel Milch. Auf 1 kg Käse kommen deren 12. Käsekühe, welche kein Silofutter erhalten.
  • Der Fettgehalt sollte 3% betragen, d.h. es wird abgerahmt oder zugerahmt.
  • In einem grossen Kupferkessel wird die Rohmilch erwärmt. Diese kann auch gefiltert und pasteurisiert sein.
  • Erwärmt wird auf einem Feuer. Am besten stellt man den Kessel in einem alten verrussten Holzschopf auf. Das sorgt für eine heimelige Atmosphäre.
  • Die Zugabe von Milchsäurebakterien lassen den Käse vorreifen.
  • Danach wird Lab hinzugegeben. Lab sind Enzyme aus dem Labmagen von Kälbern, welches die Milch eindickt um sie verdaubar zu machen. Ein Enzympendant beim Menschen entsteht in der Bauchspeicheldrüse.
  • Bei 27 – 32°C dickt die Milch ein.
  • Gesellig lässt man eine halbe Stunde vergehen, dann folgt der Käsebruch mit der Käseharfe. Je kleiner die Bruchstücke geschnitten werden, je härter der Käse.
  • Weiteres Einkochen führt zum Zusammenziehen der Käsekörner, das Vorkäsen.
  • Mit sauber gewaschenen Unterarmen taucht der Käser ein Tuch durch den ganzen Kessel, führt die Enden zusammen und hebt das Ganze heraus in eine vorgefertigte runde Form. Die Molke wird herausgefiltert und der Grund, wieso der Käser Gummistiefel trägt, wird ersichtlich.
  • Abtropfen, pressen und wenden.
  • Zum Schutz vor schädlichen Bakterien wird der Käse in einer Salzlake gebadet, was die Rinde formt.
  • Der Käse wird mit der gewünschten CIG-Etikette versehen und kommt in die Reifung.

Der Käse wird uns nach drei Monaten zugestellt: Ein weicher Käse, für die einen gummig, für die anderen ideal. Ein Kontrast – für die Städter ein Einblick in das Leben auf dem Lande – idealisiert an diesem einen Tag. Die Welten in denen wir leben sind gegengesetzt und doch deswegen voneinander abhängig. Ein Käse regt an jedem Tisch die Sinne an und verbindet somit Gross und Klein.

Das Beitragsbild zeigt die Kirchenfeldbrücke im Jahr 1906.

Quelle: http://expoarchiv.ch/pictures/bern_stadt/bak43_kirchenfeld.jpg

Unsere Verantwortung gegenüber der Credit Suisse

Die Chilefäud Investment Group hat am 26. November 2019 einen Brief an die Credit Suisse versandt, in welchem die Rücktritte des Verwaltungsratspräsidenten und des damaligen CEOs gefordert wurden:

Der damalige CEO Tidjane Thiam hat dieser Forderung am 14. Februar 2020 unter grossem Druck der gewichtigen Aktieninhaber der Credit Suisse Folge geleistet. Mit Thomas Gottstein kann die Credit Suisse bei ihren Aktieninhabern hoffentlich wieder neues Vertrauen gewinnen. Der Verwaltungsratspräsident Urs Rohner verbleibt jedoch weiterhin bis April 2021 im Amt. Die Chilefäud Investment Group sieht sich weiterhin in der Verantwortung die Credit Suisse wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Die nächsten Schritte bleiben abzuwarten.

Das Beitragsbild zeigt die Kirchenfeldbrücke im Jahr 1882.

Quelle: https://www.baernischeso.ch/lieblingstouren/brueckentour/kirchenfeldbruecke/kirchenfeldbruecke-bauarbeit/@@images/9e9de440-9310-4d17-8a2f-7a5df2beeef0.jpeg

Besuch der Hauptversammlung von Radio Bern RaBe

Für die CIG hat sich ein spontaner Sozialevent Anfang Mai mit dem Besuch der Hauptversammlung des charakterstärksten Radios der Schweiz Radio Bern RaBe ergeben.

Fast die Mehrheit unseres Vereins wurde persönlich in den Kinosaal der Reitschule Bern eingeladen. Dort versammelte sich ein kleiner Kreis der Mitglieder um über Budget und Anträge abzustimmen und über das aktuelle Geschehen des Vereins informiert zu werden. Ob hier mehr Zuhörer oder mehr RaBe-Sendungsmachende zugegen waren bleibt unklar. Auf jeden Fall fand man eine heitere Stimmung vor – unterstützt durch einen simplen Barbetrieb.

Doch Spannung war vorprogrammiert – denn ein Sendungsmachender, welcher von der Programmkommission aufgrund zu stark verallgemeinernden Äusserungen und Nichteinhalten von journalistischen Grundregeln ausgeschlossen wurde, wollte per Entscheid der Hauptversammlung seine Sendung wieder bei RaBe einführen. Dies stellt ein Novum in der Geschichte dieses Radios dar und dazu mit Anwesenheit der CIG. Dieser Ausschluss überrascht sehr, lebt das Radio doch von einer regen und vor allem unentgeltlichen Teilnahme. Es gilt also Herzblut hineinzustecken, ähnlich der Aufopferung, welche CIG-Mitglieder für ihren Verein aufbringen. Dadurch entstehen teils pittoreske, teils spannende Sendungen. Erstere können einem nicht selten zu einem Frequenzwechsel nötigen. So muss dies auch vielen Zuhörern von “Alfred’s Wash Machine” ergangen sein: eine politische Stammtischsendung. Mehr dazu später im Text.

Es wurde ganz flott durch den Abend geführt, der Moderator kündigte eine speditive Abwicklung an. Die Wieder- und Neuwahlen gingen erfreulich und ohne Diskussionen über die Bühne.

Dann ging es los.

Der Sendungsverantwortliche der gerügten Sendung, wurde angehalten zuerst eine Erklärung abzugeben um die versammelten Mitglieder zu überzeugen den Entscheid der Programmkommission, die Sendung abzusetzen, aufzuheben.

Es gelang ihm sehr, Emotionen hervorzurufen – was nicht verwundert, steckt von ihm viel Herzblut dadrin. Die Erklärung verkam zu einem Plädoyer, wo mitnichten der zu fällende Entscheid zu einem Grundsatzentscheid hochstilisiert wurde: fängt RaBe an zu zensurieren?

Es kam die Programmkommission zu Wort, welche für die Einhaltung der Qualitätsanforderungen zuständig ist.

Dessen Grundton erschien nüchtern, was institutionell zu erklären ist. Es folgte eine Erörterung über die Vorgeschichte; dass das Gespräch mit dem Sendungsmachenden gesucht wurde, Tipps und Tricks zur Verbesserung der Sendung gegeben wurden, dass es dem Polittalk nicht gelingt einen halb neutralen Standpunkt einzunehmen und dass die verwendeten Quellen umstritten sind und nicht den journalistischen Grundregeln entsprechen. Es wird nur eine Quelle (Redfish/Russia Today) verwendet.

Es wird dazwischen gerufen. Der Sitznachbar von den CIG-Mitgliedern widersetzt sich lautstark dem Kommissionentscheid. Der Moderator ist gezwungen Raum für eine Diskussion zu bieten. Es kommen Fragen aus dem Publikum. Pro’s und Kontra’s für beide Seiten. Schliesslich verkam die Diskussion zu einer Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn einer Entscheidung durch die Hauptversammlung, da ja eben für solche Anliegen die Programmkommission gewählt wird/wurde.

Kurz gefasst: der Sendung wurde der Sendeplatz durch einen demokratischen Mehrheitsentscheid der Hauptversammlung entzogen.

Auch dieser weitere CIG-Besuch einer basisdemokratischen Versammlung war eindrücklich.

Er zeigte das Konfliktpotenzial von solch offenen Entscheiden. Emotionen werden immer angeregt, es wird immer laut. Denn eine Gruppe fühlt sich übergangen. Die Programmkommission wollte einerseits den Sendungsmachenden nicht diskreditieren, andererseits seine eigene Daseinsberechtigung nicht in Frage stellen, denn sie wurde schliesslich gewählt um die Senderqualität zu überprüfen. Es stellt sich nun die Frage: Wer kontrolliert das Kontrollorgan? Denn für die korrekte Meinungsbildung hätte sich jedes Mitglied zu Hause vorbereiten und informieren müssen. Dies wäre durchaus möglich gewesen, wurde aber grösstenteils nicht getan und somit eine neutrale Entscheidung für jedes Mitglied schwierig.

Das Gemüt lechzte nach einem Feierabendbier – und unaufgeregten Schlaf. Somit erstaunt es nicht, dass das Vertrauen der Sendungskommission geschenkt wurde und der zur Debatte stehenden Sendung die Möglichkeit genommen wurde weiter Sendungen zu produzieren.

Am Ende bleibt die unbeantwortete und nicht gestellte Frage: “Was hat der Sendungsmachende aus dem Konflikt gelernt und mitgenommen für seine weiteren Produktionen?” – ergänzend: “Was hat die RaBe-Programmkommission aus dem Konflikt gelernt und mitgenommen für seine weiteren Qualitätsermahnungen? Wird jemals wieder ein Entscheid zu einer Sendung vor die Hauptversammlung gebracht?”

Wir wünschen beiden Parteien, dass sie kurz innehalten und sich hinterfragen. Um alsdann mit eben so viel Herzblut weiterzumachen. Solches Engagement braucht das Land.

Das Beitragsbild zeigt die Kirchenfeldbrücke im Jahr 1906.

Quelle: http://expoarchiv.ch/pictures/bern_stadt/bak43_kirchenfeld.jpg

Abschlussbericht des Operators der Amtszeit 2016-2018

Als dritter Operator hatte ich die Ehre dem Verein wieder neue Impulse zu geben. Es stand das fünfjährige Jubiläum an. Der Verein verzeichnete während der hervorragend geführten Amtszeit von meinem Vorgänger LH einen Mitgliederzuwachs. Meine Ziele bestanden darin die vereinheitlichten Vorgänge zu festigen, die vier regulären Sitzungen abzuhalten und sich den Vereinszielen anzunähern.

Mein Vorgänger trat mit einem Dank und ebenso einem Aufruf ab: “Die CIG lebt von ihren Mitgliedern und deren Willen sich in dieses Gemeinschaftsprojekt einzubringen, was diese hoffentlich auch in Zukunft so zahlreich tun werden.” In diesem Geiste war es mir ein leichtes das Vereinsleben am Leben zu erhalten und im Schatten eine Professionalisierung, respektive Festigung einzuleiten.

Ich habe versucht eine Archivierung der CIG-Dokumenation in Angriff zu nehmen inklusive Adresslisten und insbesondere eine Beständigkeit in die Sitzungsunterlagen zu bringen. Mitunter weitete sich dies auf die aktuellen Geschäftsverläufe jedes einzelnen Investments aus sowie den Grundlagen für Besprechungen und Analysen.

Zudem sollten diese Geschäftsverläufe regelmässig zugestellt werden damit frühzeitig angesprochen und Korrekturen vorgenommen werden konnten. Hier besteht durchaus Verbesserungspotential.

Involvieren – Selber festlegen – Eigeninitiative. Die Grundlage wollte ich dazu bieten. Die Mitglieder nahmen Aufgaben bereitwillig an und wir können als Ganzes eine schmeichelnde, muntere Webseite präsentieren, wo auch ersichtlich wird, dass sich mitunter jedes Mitglied als Gastgeber an seinem Wohnort in Szene setzen konnte.

Das Fördern von geschäftsfreien Treffen erhielt am Rande auch seinen Platz. Freunde nahmen an Anlässen teil und durften insbesondere am fünfjährigen Jubiläums-Fest im Eichholz einen Bissen vom wirtschaftlichen Erfolg der CIG kosten.

Dieser Bisse durfte dann auch hopfig heruntergespült werden. Eine grosse Freude und Ehre war mir das Mitwirken an diesem Jubiläumsfest. Umso mehr, dass wir Spuren hinterlassen konnten – das bernische Brätelvolk schätzt den herangekarrten 8 Meter langen Holztisch noch heute.

Wehmütig sind wir über den Torschluss unseres Gründungslokals: dem Coté Sud im Bahnhof Bern. Schade kennt dieses kein so erfolgreiches Fortbestehen – mit seinem Publikum war es eine Institution, avancierte zu einem guten alten Bahnhofbuffet. Ebenso war es bitter in meiner Vereinsägide den ersten Austritt entgegenzunehmen, dies vom Vereinsmitbegründer AS. Wir sind überglücklich bleibt er uns als Freund erhalten, noch mehr, dass sein Beitrag uns für immer sichtbar begleitet. Hierfür nochmals grössten Dank für Deine Verdienste, lieber AS.

Definitiv fühlt es sich für mich nach dem richtigen Zeitpunkt an dieses Amt weiterzugeben. Die Vereinstradition erleichtert mich hier um Würde und Bürde. Es ist mir eine grosse Freude dieses DH in die Hände übergeben zu können, dem ersten Operator von den Anfängen der CIG. Seine erneute Wahl an der Hauptversammlung in den Anhöhen über Lausanne ist ein Ausdruck von gesuchter Beständigkeit. Ich freue mich, mich in die Reihe der Mechaniker und Rädchen stellen zu können. Mit grossem Willen an diesem Gemeinschaftsprojekt mitzuwirken und die Korrekturen an diesem Prototypen auszuführen, die unser Maschinenbauingenieur hier vornehmen wird.

Das Beitragsbild zeigt die Kirchenfeldbrücke im Jahr 1907.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/cb/Kirchenfeldbruecke1907.jpg

Hauptversammlung und Weihnachtsessen in Lausanne

Einen weiteren Städteausflug gab es zum Jahresabschluss: die CIG-Hauptversammlung 2018 fand in Lausanne statt. Entdeckt wurde die Hauptstadt der olympischen Bewegung hauptsächlich zu Fuss. Vom Bahnhof ging es urban kreuz und quer an den Wahrzeichen vorbei. Vom Kinderspielplatz am Ufer des grossen Genfersees ging der Weg steil bergauf, mit Zwischenverpflegung und grossen Worten gesättigt, wurde das idyllische Ufer des kleinen Lac de Sauvabelin erreicht: der Startpunkt für ein neues Kapitel.

Mit der Hoffnung auf strahlend blauen Himmel und Sonnenschein, spendierten Croissants und Caffe Lattes, fuhr die Vollversammlung der CIG ab Bern gemeinsam in Richtung Westschweiz. Um aus dem Dunst des grauen Nebels zu kommen, reichte die Fahrt leider nicht, jedoch um den geistigen Dunst der Weihnachtszeit entgegen zu wirken. Kaum in Lausanne angekommen, musste die Trägheit der Festtage schnell weichen, da der Foxtrail startete und ein Wettkampf gegen die Zeit begann. Aufmerksamkeit und Teamspirit waren gefragt. Posten um Posten wurde entdeckt und die Gruppe jagte, eher gemächlich, Rauf und Runter, mit offenen Augen für architektonische Perlen und Überraschungen der Stadt Lausanne.

Höhepunkte waren ganz klar: die Gruppenfotos im Park des Olympischen Museums, die kulinarischen Einkäufe auf dem Markt von Riponne, der ausgeklügelte Foxtrail-Schlüsselanhänger und dass sich der abtretende Operator für die Gruppe noch einmal richtig in die Scheisse setzte.

Bei Tee mit Schuss und einem eigens gebackenen und verzierten Kuchen wurde dies richtig gefeiert. Die Foxtrailschlussbilanz der CIG: macht Spass und führt umher, ist mit CHF 31.- jedoch zu teuer.

In der Abenddämmerung marschierte die Gruppe nach oben. In einer warmen Stube mitten im Walde wurde der Jahresbericht, die Jahresbilanz und eine schlechte Jahresperformance präsentiert, Dechargen erteilt und die Neuwahl zum Operator eingeleitet. Auf einem Aussichtsturm in Form einer Doppelhelix mitten im Walde wurde die Abtrittsrede gehalten und ein Kamin fotografiert.

In der Pinte des Lac de Sauvabelin versammelt wurde die Kampfwahl zum Operatorposten, wie auch das Jahresabschlussessen abgehalten. Das Vertrauen wurde mit deutlicher Dreiviertels Mehrheit dem Gründungsmitglied DH ausgesprochen.

Nach der freudigen Abschlussrede, dem freudigen Abschlussessen gab es zwei Runden des vereinsobligaten Abschlusshopfens. Der kurze Spaziergang zurück zum Bahnhof konnte dem Nebel, der den Geist in den Köpfen wieder sachte niederlegte, nur schwach entgegenwirken. So gab es eine freudige Zugfahrt nach Hause, mit ganz den Weihnachtstagen gebührend genährtem Gemüt und Körper.

CIG – Sozialevent: Olten

Aus den verschiedensten Richtungen waren die Mitglieder an diesem Knotenpunkt -Olten- zusammengekommen um einerseits eine Sitzung abzuhalten, andererseits jedoch auch eben jenen Knotenpunkt und dessen Geschichte besser kennenzulernen.

So fand man sich -manch Einer mit mehr oder weniger Mühe- am Nullstein im Bahnhof Olten ein, der seinen Namen -gemäss den Erläuterungen MZs- seiner Funktion in der Frühzeit der Schweizerischen Eisenbahn zu verdanken hat. Fortgeführt wurden seine Erläuterungen kurzerhand von LH, der über die wichtige Rolle des Bahnhofbuffets des Bahnhof Oltens in der Geschichte der Schweiz referierte. Da man natürlich nicht versäumen wollte sich in die Sammlung altehrwürdiger Vereinigungen einzureihen, wurde die zu haltende Sitzung dort abgewickelt, selbstverständlich mit einem lokalen Getränk.

Dem Hunger zum Trotz folgte die Gruppe mit grossem Interesse den Erklärungen DKs zur Holzbrücke, die Oltens beide Ufer seit langem und manchem Unglück zum Trotz verbindet. Natürlich floss auch viel Sachwissen aus DKs beruflichem Laufgang in den Vortrag ein, was dessen Mehrwert für die Gruppe noch weiter erhöhte. Man gönnte sich dann anschliessend doch eine Stärkung -wohl verdient, sei angemerkt- und wurde schroff-charmant im Ratskeller verköstigt.

Zum Abschluss folgte man DHs Erwägungen bezüglich Oltens Geschichte im Allgemeinen in einem Urbanen Umfeld, dass sich stark kontrastierte mit der alten Holzbrücke und der Altstadt, was jedoch auch dem Charakter dieses wohl häufig unterschätzen Schweizer Juwels ausmacht. Bevor man kurz vor Mitternacht wieder in verschiedenste Himmelsrichtungen aufbrach, liess man den Abend bei einem etwas stärkeren Getränk im Kultlokal Latino Bar ausklingen. Es war ein gemütlicher, anregender und spannender Abend, so wie man es sich von Zusammenkünften der CIG gewohnt ist.

CIG – Sozialevent: Versammlung des Gymervereins Kirchenfeld

Die CIG und Freunde veranstalteten einen weiteren Sozialevent und besuchten zum zweiten Mal die Mitgliederversammlung des Gymerverein Kirchenfelds. Es handelte sich um ein Jubiläum, das 25ste, zu welchem der Gymerverein Kirchenfeld am Donnerstag 5. April in die Mensa eben jenes Schulgebäudes geladen hatte.

Vorstand und Gäste sassen sich fast in gleicher Anzahl gegenüber. Wohlwollende und freudige Wiedersehen gab es, die meisten Gesichter sind vom letztem Jahr vertraut. Die Partizipation der CIG überraschte und sorgte für Freude; das Durchschnittsalter wurde messbar gesenkt, was für Optimismus sorgte.
Der Vorstand präsentierte ausgearbeitete Pläne, die eine grössere Anpassung und Umgestaltung vorsahen. Die Sitzung wurde eröffnet und schreitete in feierlicher Vereinsmanier voran. Budget, Mitgliederzahl und Vereinsvermögen wurden nüchtern präsentiert. Konkrete Pläne und Schritte um dem leichten Defizit entgegenzuwirken, wurden präsentiert. Es fallen jedoch leider immer mehr (Noch-)Mitglieder aus, welche ihre Rechnung nicht begleichen. Zukünftig sollen Rechnung und Einladungen per Mail versendet werden – um den hohen Versandkosten entgegen zu wirken.

Es steht eine Neupositionierung des Ehemaligenvereins aus. In den Jahren wurden unzählige Projekte mitfinanziert und etlichen Ideen der Schülerschaft zum Erfolg verholfen. Darum ist man sich einig, dass es einen positiven Zuwachs an Mitgliedern geben soll. Indem mehr angeworben wird, und vermehrt Geld gesprochen wird. Der Verein soll sich wandeln und stärker werden im “Vernetzen” und “Fördern”.

Und plötzlich reibte sich die friedliche Gesellschaft und es steckt scheinbar Feuer unter dem Dach. Der Antrag, den Mitgliederbeitrag mehr als zu verdoppeln, stiess auf harsche Kritik auf der einen Seite, doch ebenso auf Verständnis und Zustimmung auf der Andern. Es wurde diskutiert und argumentiert. Emotionen in Gesichtern und Tonlagen fassbar. Bis schliesslich dazu durchgerungen wurde abzustimmen. Der urschweizerische Geist setzte sich durch: Demokratische Abstimmung, mit Stimmrecht für jeden. Eifrigen Verfechtern für oder gegen den Vorschlag ratterte es hörbar im Kopf: wie soll man abstimmen? Wie kommt mein Anliegen durch? Welcher Modus soll gelten? Die Spielregeln wurden definiert, irgendwie wird argumentiert, heisse Köpfe – ruhige Köpfe, auf welche Seite schlägt das Pendel aus?

Die Abstimmung wurde kurz daraufhin durchgeführt. Ein Kompromissentscheid.
Der jährliche Mitgliederbeitrag von CHF 20.- wird verdoppelt. Der Vorschlag von CHF 50.- des Vorstandes kam nicht durch.
Sitzungszeit hat sich verdoppelt. Der Stolz wurde ramponiert, einzelne Köpfe waren rot angelaufen, andere strahlten erleichtert.
Apéro. Und bevor zur Verabschiedung einander die Hand gereicht wurde, wurde angestossen und sich erklärt, geschwätzt über Wichtiges und Nichtiges. Kontakte geknüpft und aufgefrischt. Man wird sich wieder sehen – denn es sind immer die Gleichen, ab und zu einer mehr.

“Bravo!” sagen wir zum schweizerischen kleinbürgerlichen Demokratieverständnis. Was wir sahen, war unserer Ansicht nach per excellence erfreulich und viel erklärend – Aufklärend: spiritus helveticus.

Das Beitragsbild zeigt die Kirchenfeldbrücke im Jahr 1893.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Bern%2C_Kirchenfeldbr%C3%BCcke_and_M%C3%BCnster%2C_1893.jpg

CIG und Freunde auf Besuch: Neuer Bahnhof Bern

Ein gewaltiger Umbau steht vor der Tür. 270’000 Personen sind pro Werktag betroffen. Ausgeführt wird er für die 370’000 Personen, die den Bahnhof Bern in zwölf Jahren täglich benutzen werden. Der Spatenstich wurde schon gemacht, neue Strassen und Fahrradwege angelegt. Rund um die Länggasse wird planiert und gerodet. Dies um Platz zu schaffen für Material, Maschinen und Personal – die Baustelleninstallation wird erstellt für dieses Projekt. Welches auf knapp eine Milliarde Franken berechnet ist und ein weiterer Versuch sein wird den Bundeshauptstadtbahnhof praktikabel zu gestalten. Die Platzverhältnisse bleiben eng, die Umstände – in einer Kurve liegend am Fusse des “Hogers Länggasse” – ungünstig.

Der Pendler wird zukünftig direkter auf die Trams am Hirschengraben umsteigen können. Durch den dritten Gleiszugang mit Ausgang Bubenbergzentrum. Mehr Platz wird er vorfinden wenn er einen RBS-Zug nimmt, tief in der Erde im neuen Tiefbahnhof. Die Intercity-Reisenden werden ihren Ausstieg auf Gleis 9/10 haben, wo sie eine Passerelle, längs des Perrons zur bestehenden Welle führt.

Interessierte, wie die Mitglieder der CIG, können zur Zeit den Besucherpavillon auf Höhe Kurzparking, Ausgang Grosse-Schanze-Lift besichtigen. Schlicht, doch schön gestaltet, wird der Besucher in die Geschichte des Standortes eingeführt. Ein jeder, jeden Alters bleibt hängen, lässt sein Rushhour-Tempo liegen und macht eine Zeitreise, angeregt vom eigenen Interesse und Staunen. Angefeuert durch Momente der Wiedererkennung, fühlt er sich langsam ganz wohl und macht unmerklich den Schritt in die Zukunft. Ein grosses Modell des Bahnhofs Bern 2030 steht vor ihm. Es lockt ein Rundgang mit virtueller Brille – weiteres Staunen, höchst beeindruckende Zukunftsmusik, die da nebenbei offeriert wird. Der Pavillon ist schlichtweg gelungen und verdient einen Besuch – ein passender Lückenfüller im Taktfahrplan.

Das Projekt selber vermag die Herren der CIG nicht restlos zu überzeugen. Wird da mit genügend grosser Kelle angerührt? Die unglückliche Erscheinung, dass der Bahnhof weiterhin durch das Liegen in einer Kurve geprägt sein wird, bleibt unverändert. Ein Nachteil, den weiterhin nur gehbehinderte Passagiere erfahren. Die Fussgängerunterführungen erscheinen in der Simulation zu erdrücken, viele Säulen die den Weg säumen werden. Es mag den Charme eines Grossstadt-Metro-Systems entstehen, mit Rolltreppenlängen, die wir uns nicht gewohnt sind. Kontrastreich: so leichtfüssig und zielgerichtet der Pavillon den Sprung in die Zukunft macht, so bleischwer präsentieren sich die visionären Fassaden der Zukunft – welche allerdings im heutigen gestern stehen geblieben sein werden. Nichts von einem gekonnten und wohlwollenden Andocken an bestehende Bauten wie der Welle, noch an Berns grössten Trumpf – die Stadt im Grünen. Der präsentierte Neubau lässt Visionäres gänzlich vermissen. Keine Spur von präsentierter Nachhaltigkeit und Einbezug erneuerbarer Energien noch von Bezug zu warmen Materialien. Der Baustoff Holz, atmendes Grün und Energie spendendes Licht fehlt – (noch).

Die CIG zu Neujahr in Paris

Ein Laborbesuch in einem weltweit führenden Institut der Grundlagenforschung für Biologie und Medizin, dem Institut Pasteur, lies die Mitglieder der CIG in Paris wieder aufeinander treffen.

Das Institut welches mit viel Historie beladen ist, würdigt dieser auf beeindruckende Weise, während es mit scheinbarer Leichtigkeit den Spagat in die Moderne und Zukunft macht. Mitten in Paris im 15ten Arrondissement integriert sich – es versteckt sich beinahe schon fast – unscheinbar das Gelände des Instituts inmitten von Wohnhäusern. Während in seinem Herzen noch immer das Spitalgebäude steht, wo Pasteur Patienten behandelt hat und Meilensteine in der Vorbeugung von Infektionskrankheiten gelungen sind, empfängt einem das Pasteur-Museum, Louis Pasteur einstiges Wohnhaus, Dokumentationszentrum und Platz der Krypta in welcher er begraben wurde. Trotz der dichten Bebauungsweise vermittelt der Campus mit den Neubauten kein beengendes Gefühl, sondern führt den Besucher charmant in die heutige Welt der Bekämpfung von Krankheiten der Zukunft.

Der Verein erhielt eine kompetente Führung in die Tiefen des Labors hinein und stand in regem Austausch mit besten Biologen. Abgerundet wurde der Rundgang mit der Einladung zu einem Bier an der Wochen-Auskling-Runde der Angestellten.

Der Ausflug führte zu mehreren kulinarischen Höhepunkten und umfangreichen Stadtrundgängen fernab der Touristenpfade. Bei Käse und Wein wurde das vergangene Jahr freudig abgeschlossen. Im kleinen Rahmen wurde mit Schaumwein nochmals das 5-Jährige-Vereinsjubiläum zelebriert, wie es Brauch ist hoch über den Dächern von Paris.

Es folgten kulturelle Abstecher in die Kleintheaterszene, mit grandiosen Monologen von grandiosen noch unbekannten Schauspielern, wie auch ins ältere Pariser Opernhaus den Palais Garnier zur Premiere der Erstinszenierung von “only the sound remains”, welches schlichtweg das Prädikat überirdisch erhält.